"Heine im Hier und Jetzt. Martin Gehrigk huldigt dem Jubilar auf kongeniale Weise."
"Selbst in einem `Gotteslästerer`wie Heine steckt ein echter Sakro-Popper. Jedenfalls wenn es nach Martin Gehrigk geht. Dann wird der Lesesaal der Stadtbücherei zum frisch entstaubten Dichtertempel und der Liedermacher zum Hohepriester, der unverhohlen die weiblichen Kurven als Krönung der Schöpfung besingt. Bis seine Gemeinde aus voller Ghospel-Brust den Refrain anschmettert: `Lobsingen will ich Dir, o Herr. Wir sind nur Stümper gegen dich.` Von der Gotteslästerung zur Heine-Lästerung? Mitnichten. In Gehrigks ganz und gar nicht stümperhaftem `Hohelied`feiert sich die Sinnlichkeit als religiöse Spöttelei. Frech und frivol. Genauso blasphemisch, wie es der diesjährige Jubilar wohl geliebt hätte. ... Heine, der unreine Geist, der mit ungeheurer Chuzpe heiter verreimte, was Zeiten und Gesetze so säuberlich trennten - hier singt er sich ins Hier und Jetzt. Willkommen bei `Heine reloaded`. ... Man hört den Staub der Zeiten nur so rieseln ..."
[Westfälische Nachrichten, 08/06]
"...lustvolles Literatainment..."
"Martin Gehrigk hat so manchen Vers mit neuer Musik unterlegt und von Pathos und Patina befreit..."
[COOLIBRI, 02/06]
"...Heftiger Beifall..."
"...Songs, die es in sich hatten. Mal rockten sie, mal schmachteten sie, mal zwickten sie mit mancher Dissonanz, mal betörten sie mit wunderschönen Klängen. ...So eindringlich und besinnlich manche Songs auch waren, genauso subtil witzig und von hoher Mitwipp-Qualität waren andere. ... Einer der Höhepunkte war sicherlich das Hohelied, in dem Heinrich Heine den nackten Leib der Frau als Gedicht bezeichnet, das Gott selbst geschrieben hat. Das Publikum war aufgefordert mitzusingen, was es mit großer Hingabe auch gerne tat. In solchen Situationen zeigte Gehrigk, dass er nicht nur ein hervorragender Komponist, Pianist und Sänger, sondern auch ein charmanter Entertainer ist. ... Ein literarisches Konzert von solcher Dichte hat man selten..."
[WAZ, 02/06]
"Martin Gehrigk begeistert mit Heine reloaded"
"...zeigte sich der Künstler in Hochform. Gleich zum Auftakt sorgte das geschmetterte "Warten lass mich nicht" aus Heines Gedicht "Warten" für begeisterten Applaus aus dem Publikum. ..."
[Marler Zeitung, 02/06]
"Publikum gebannt"
"...mit einfühlsamen wie komischen Texten bannte er das Publikum..."
[WAZ, 03/06]
"Lyrik im neuen Gewand"
"...Der Musiker vertont die Verse bekannter Dichter und versieht sie mit Melodien, die dabei nicht selten einen völlig neuen Zugang zum Gesagten eröffnen... angenehm schnörkellos ... guter Entertainer... Jazzmelodien, Bluesklänge, Klassik- und Popanleihen transportierten gelungen den Sinn der Zeilen oder verkehrten ihn bewusst. ..."
[WAZ, 04/06]
"Alte Gedichte sind noch immer aktuell"
"... Das ganze, das richtige menschliche Leben tauchte in den ausgewählten Gedichten auf ... und weil der Abend dem großen Lyriker Heine gewidmet war, endete er mit dessen Gedicht ... "Miserere" ... Heine tröstete keine Hoffnung auf das Paradies, den Himmel und das ewige Leben über die Furcht und das Leiden hinweg. So endete der Abnd nicht mit einem Knaller oder Happy End, sondern mit dem Requiem von Martin Gehrigk für Heinrich Heine. Durchaus unüblich und darum vielleicht auch in Heines Sinn..."
[WAZ, 04/06]
"Das "Hohelied" auf die Frau"
"...Wer beim "Hohen Lied" den Saal im Hertener Schloss betreten hätte, hätte sich in einem christlichen Pop-Konzert wähnen können. Inbrünstig schmetterte das Publikum: "Lobsingen will ich Dir, o Herr. Wir sind nur Stümper gegen Dich." -
Tatsächlich war man mitten in "Heinereloaded" - und dem Gedicht des deutschen Lyrikers Heinrich Heine, das kurz nach seinem Erscheinen wegen Gotteslästerung verboten wurde: Preist doch der Autor unverholen die nackten weiblichen Kurven als Krone der Schöpfung. Bei Martin Gehrigk erlebte der Text im Piano-Lied eine Renaissance.
Berührungsängste abzubauen - das war das Ziel des Künstlers. "Was die komplizierte Sprache von Gedichten betrifft, gibt es einen einfachen Trick", verriet Gehrigk am Anfang des Konzertes: "Man darf nicht alles verstehen wollen!"
Einen weiteren Trick machte er gleich auf der Bühne vor: Durch die Vertonung erschienen die Texte gleich griffiger. ... "
[Hertener Allgemeine, 04/06]