Martin Gehrigk
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Dich fesselt mein Gedankenbann
Dich fesselt mein Gedankenbann, Stets weht dich an sein wilder Hauch, Mein Leib liegt tot im Grab, jedoch Vergönn das traute Nestchen ihm, Denn überall, wohin du reist,
und was ich dachte, was ich sann,
das musst du denken, musst du sinnen, -
du kannst nicht meinem Geist entrinnen.
und wo du bist, da ist er auch;
du bist sogar im Bett nicht sicher
vor seinem Kusse und Gekicher!
mein Geist, der ist lebendig noch,
er wohnt gleich einem Hauskobolde
in deinem Herzchen, meine Holde!
du wirst nicht los das Ungetüm,
und flöhest du bis China, Japan -
du wirst nicht los den armen Schnapphahn!
sitzt ja im Herzen dir mein Geist,
und denken musst du, was ich sann -
dich fesselt mein Gedankenbann!
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