Martin Gehrigk
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Die Seel und der Leib
Ich seh im Stundenglase schon Er reißt mich aus deinem Arm, mein Weib,
den kargen Sand zerrinnen.
Mein Weib, du engelssüße Person!
Mich reißt der Tod von hinnen.
da hilft kein Widerstehn,
er reißt die Seele aus dem Leib -
sie will vor Angst vergehen.
Er jagt sie aus dem alten Haus,
wo sie so gerne bliebe.
Sie zittert und flattert - Wo soll ich hinaus?
Ihr ist wie dem Floh im Siebe.
Das kann ich nicht ändern, wie sehr ich mich sträub,
wie sehr ich mich winde und wende;
der Mann und das Weib, die Seel und der Leib,
sie müssen sich trennen am Ende.
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